Am Samstag, 24.9.2011, fand unter Leitung von Andreas Baumgartner (offizieller Pilzkontrolleur in Bettlach) ein Pilzkurs statt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung begab sich die Gruppe auf die Suche in den Wald nach Bibern.
Wie die Bilder im nachfolgenden Link zeigen, gab es wohl bei allen Teilnehmenden ein feines Pilzragout als Nachtessen.
http://www.bettla.ch/VHSPilzkurs2011/index.html
Ein herzliches Merci geht an alle Teilnehmenden für die Buchung des Kurses. Vielen Dank an Andi Baumgartner für die Leitung der Exkursion und die tolle Unterstützung den ganzen Tag.


Um diese Frage zu beantworten, organisierte die Volkshochschule Region Grenchen (VHS), und Herr Peter Lakerveld, Forstingenieur und Biologe, entlang des renaturierten Leugenenbachs eine Führung. Die Exkursion stand unter dem Motto: „Der Mensch zu Gast in der Natur“.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden sowohl über das Tier Biber selbst, wie auch über seine Lebensräume und Gewohnheiten kompetent und interessant informiert.
Bis vor ca. 200 Jahre, galt der Biber bei uns als praktisch ausgestorben. Nur noch vereinzelte Populationen im Osten Europas und in Skandinavien hatten überlebt. Der Biber wurde vor allem seines Felles und einer speziellen Drüse (Bibergeil) wegen bis zur Ausrottung, gejagt. Dies mit Fallen in denen der Biber teilweise jämmerlich verendete. Der Wert eines Bibers wurde im Mittelalter mit dem eines Pferdes gleichgestellt. Auch wurde sein Fleisch gegessen und sein Fett und seine Drüsensekrete galten teilweise als Heil- und Potenzmittel.
In den vergangen Jahrzehnten ist es nun wieder gelungen, einige Biberpopulationen in der ganzen Schweiz anzusiedeln. Der Biber ist seit 1962 eine geschützte Tierart und heute ist der Bestand auf ca. 2‘000 Tiere angewachsen. Man findet den Biber hauptsächlich im Mittelland, wo er sich an mittleren und kleineren Gewässer wohl fühlt. Er hat sich aber auch schon erlaubt, sich in der Garage der Seepolizei in Twann am Bielersee niederzulassen.
Da der Biber in seinem Revier Bäume fällt und Sträucher ausdünnt, die er als Baumaterial und Nahrung braucht, ist er nicht überall ein gern gesehener Gast. Sein Dammbau führt zu Rückstaus in den betroffenen Gewässern und in sehr seltenen Fällen kann es sogar zu Überschwemmungen kommen. Der Tunnelbau untergräbt teilweise Strassen, was wiederum zu Einstürzen führen kann. Auch sein Fressverhalten trägt teilweise zur Verärgerung der Landwirte und Gärtner bei. Eine absolute Leckerei für einen Biber ist eine frisch ausgegrabene Zuckerrübe und als Vorspeise ein Teil eines Haags aus Thuja. Sind die Schäden zu gross, besteht aber die Möglichkeit einer Abgeltung der betroffen Landwirtschafts- und Gärtnereibetriebe.
Der Biber hat aber auch sehr positive Eigenschaften. Seine Vorlieben bei der Nahrungsaufnahme, tragen zu einer Verjüngung der Gewächse an den Ufern der von ihm bewohnten Gewässer bei. Die vom Biber angelegten Dämme können kleine neue „Naturpärke“ schaffen, an denen sich bisher unbekannte Tier- und Pflanzenarten ansiedeln können. Bei den meisten Menschen führt sein scheues und friedliches Verhalten zu hoher Sympathie, wird er doch oft auch als Maskottchen verwendet.
Da er als ausgewachsenes Tier, ausser dem Menschen, keine Feinde kennt, ist die Weiterverbreitung nur durch geographische und klimatische Grenzen eingeschränkt. Noch wissen viele Menschen zu wenig über dieses interessante Tier. Sie räumen seine Dämme weg, sie zerstören seine Burgen. Sie wissen nicht, dass sich eine Biberfamilie, hat sie sich einmal angesiedelt, nicht mehr aus dem Revier verjagen lässt. Selbst mehrmaliges Räumen der Dämme und Burgen hilft da nichts.
Die VHS-Exkursion in die Welt des Bibers und die engagierten Ausführungen von Peter Lakerveld, waren ein gutes Mittel, die Lebensformen des Bibers besser kennen zulernen. Es ist zu hoffen, dass Mittel und Wege gefunden werden, damit der Mensch und der Biber in Zukunft friedlich nebeneinander leben können.
Otto Renfer, 20.09.2011
Das VHS Team dankt allen Teilnehmenden herzlich fürs Dabeisein. Ein spezieller Dank geht an Otto Renfer für das Verfassen des Berichts und fürs Fotografieren.
Peter Lakerveld danken wir für die interessante Führung mit vielen spannenden Einblicken in die Welt der Biber entlang der Leugene.

Der italienisch Kurs bei Fr. Nüsslein ist einfach genial, auch weil sich ein gutes kleines Team gebildet hat, dessen Schüler schon fast perfekt italienisch sprechen!
Il corso d’Italiano dalla Sig.ra Nüsslein è semplicemente geniale, anche perchè tra noi partecipanti si è creata una bella atmosfera d’intesa. Ormai siamo in grado di parlare quasi perfettamente la lingua italiana!